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Die Geheimnisse glücklicher Reptilien(-haltung)

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Allgemeines zum Königspython

Der Königspython

Python regius

Kurzbeschreibung:

Der Königspython zählt wohl nach der Kornnatter zu der am häufigsten gehaltenen Schlange. Seine schöne Färbung, die überschaubare Größe, sowie laufend neue Farbformen sorgen dafür, dass der Trend wohl noch länger anhält.
Hinzu kommt die ruhige Verhaltensweise der Schlange.
Doch gerade in dieser ruhigen Lebensweise sehe ich auch einen Nachteil über den sich jeder potenzielle Pythonhalter im klaren sein sollte.
Königspythons sind überwiegend Nachtaktiv. Den Tag verbringen sie in Verstecken, die unbedingt vorhanden sein sollten. Nach einer Fütterung sieht man die Schlangen manchmal tagelang überhaupt nicht mehr.
Jedes unnötige herausnehmen aus einem Versteck bedeutet für die Tiere Stress. Jemand, der einfach eine hübsche Schlange beobachten möchte, kann diese heimliche Lebensweise enttäuschen.
Ist man sich dieser Problematik bewusst gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt in Kauf sein Tier in der Dunkelheit zu betrachten oder wählt eine Schlangenart, die aktiver ist. Viele Natternarten sind äusserst attraktiv gezeichnet und werden mit der Zeit zumindest etwas zutraulich.

 

Zur Schlange selbst:
Königspythons bewohnen das tropische West- und Zentralafrika. Trockene Savannen und Buschlandschaften bilden das Habitat.
Landwirtschaftliche Flächen werden wegen der höheren Nagerdichte gerne aufgesucht. Nagerbauten aber auch Termitenhügel bilden die natürlichen Tagesverstecke.

Haltung bei uns:

Wir pflegen Köpis in mehreren Terrarien. Die Tagestemperatur beträgt ca. 28° Celsius mit Wärmeren aber auch etwas kühleren Stellen. Es stehen immer Verstecke mit verschiedenen Temperaturen zur Verfügung. Dazu haben wir Tontöpfe in verschiedenen Größen mit Eingängen versehen. Alle Schlangen bevorzugen enge Versteck.
Nachts sinkt die Temperatur um ca. 2° ab.
Beheizt wird das ganze über Heizkabel und Wärmestrahler. Natürlich müssen Wärmestrahler einen Schutz haben, damit sich kein Tier daran verbrennen kann.

Die Luftfeuchtigkeit schwankt je nach Jahreszeit.
Der Bodengrund besteht aus Kokosfasern oder Pinienrinde
. Da die Schlangen gerne und auch recht gut Klettern, sind in jedem Terrarium ausreichend Möglichkeiten dazu vorhanden.

Unsere Tiere sind teils deutsche Nachzuchten, aber auch Farmzuchten aus Togo und Ghana. Wir konnten bei der Haltung keine Unterschiede feststellen. Natürlich sind uns deutsche Nachzuchten lieber, aber die starke Nachfrage nach diesen Schlangen wird durch deutsche Nachzuchten noch lange nicht gedeckt.
Schwierigkeiten bereiten Farmzuchten von seriösen Anbietern normalerweise aber nicht.

 

Niemals hatten wir Probleme bei der Fütterung. Allerdings ist es durchaus normal, wenn gesunde männliche Tiere mitunter monatelang nicht fressen. Wir verwenden Wüstenspringmäuse, Streifengrasmäuse und Labormäuse als Futter. (Die häufigste Futtertierart ist zuerst genannt.) Die Tiere werden vor dem Verfüttern getötet. Und bei der Fütterung von den Schlangen nochmal erwürgt. Außerdem füttern wir unsere Pythons Nachts, wenn sie von selbst die Tagesverstecke verlassen haben.
In die Hand nehmen wir sie nur zur Gesundheitskontrolle oder bei Reinigungsarbeiten im Terrarium.

Obwohl Königspythons beim hantieren eigentlich sehr ruhig bleiben, gibt es doch verschieden Persönlichkeiten. Eine unserer Schlangen versucht sofort zu beissen und beruhigt sich auch nur langsam wieder. Alle anderen reagieren eher gelassen oder defensiv auf Berührungen. Bisse sind in der Regel nicht schlimm, bluten aber durch die vielen spitzen Zähne schnell, wenn auch nur leicht.

Wie bei allen anderen Beschreibungen auch, so ist auch diese nichtausreichend um Königspythons zu pflegen. Hier soll nur grob der Aufwand beschrieben werden, der zur Haltung nötig ist. Ich möchte damit Spontankäufe mindern. Jeder Tierhalter sollte sich vor dem Kauf im klaren sein ob er in der Lage ist langfristig für ein Tier zu sorgen. Bei gezielten Fragen oder Problemen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

 

 

Tipp:

  1. Aus mehreren Gründen kann es vorkommen das sich eine Schlange nicht vollständig häutet. Sollten nach der eigentlichen Häutung noch Fetzen alter Haut am Schlangenkörper sein, kann man diese mit einem rauhen, leicht  feuchten Frotteehandtuch wegrubbeln. Vorher „weichen“ wir die Schlange in warmen Wasser ein.
    Sollte über der Pupille noch die sogenannte Brille also eine zweite Häutungsschicht sein kann ebenfall versucht werden sehr vorsichtig mit dem Handtuch darüberzureiben.
    Führt dies nicht zum gewünschtem Erfolg kann man ein Stück Tesafilm verwenden. Einfach Klebefläche auf die alte Haut und VORSICHTIG abziehen. Wer sich das nicht zutraut sollte zum Tierarzt gehen.
    Niemals mit spitzen Gegenständen (Pinzette, Fingernagel) am Auge hantieren!

Buchtipps:

Für Einsteiger – Der Königspython, Pflege, Zucht und Lebensweise, von Andreas Kirschner und Hermann Seufer. Erschienen im Kirschner und Seufer Verlag.

Für Fortgeschrittene – Ernährung von Schlangen. Dieter Schmidt und Kriton Kunz. Vom Natur und Tier-Verlag. Allerdings geht es darin allgemein um Schlangenfütterung und nicht speziell über Königspythons.

 

 

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