Allgemeines zum grünen Leguan
Der Grüne Leguan
Iguana i. iguana / Iguana i. rhinolopha
Kurzbeschreibung:
Vom Grünen Leguan (Iguana iguana) sind zwei Unterarten bekannt. Beide zeichnen sich durch einen hohen Rückenkamm aus. Die Unterart Iguana i. rhinolopha unterscheidet sich von der Nominatform durch zwei bis vier Nasenhöcker und eine länglichere Kopfform.
Ausserdem färben sich die Männchen zur Paarungszeit kräftiger rot/orange als Iguana i. iguana.
Die Körperlänge beträgt in der Regel 120-160cm beim Männchen. Weibliche Tiere bleiben mit 90-120cm deutlich kleiner. Natürlich gibt es Abweichungen von diesen Maßen. Der Schwanz ist ca. dreimal so lang wie die Kopf-Rumpf-Länge.
Beide Geschlechter besitzen einen großen Kehllappen, wobei der des Männchens deutlich grösser ist als bei weiblichen Leguanen.
Haltung bei uns:
Unsere Leguane bewohnen ein Terrarium mit den Maßen 230X345X250cm (TxBxH).
Dies entspricht einem Volumen von ca. 20m³ und übersteigt die Mindestanforderungen an die Terrariengröße deutlich.
Hält man ein Paar, ist die Kopf-Rumpf-Länge (des größeren Tieres) mit den Faktoren 4×3x5 für die L x B x H des Terrariums zu multiplizieren, um die Mindestgröße zu errechnen.
Hält man ein Paar, ist die Kopf-Rumpf-Länge (des größeren Tieres) mit den Faktoren 4×3x5 für die L x B x H des Terrariums zu multiplizieren, um die Mindestgröße zu errechnen.
Meiner Meinung nach ist dieses Maß zu gering. Auch bei anderen Tierarten sind die Anforderungen an die Mindestgröße nicht immer praxisnah oder tierfreundlich.
Unser Terrarium hat ein großes nach Süden ausgerichtetes Fenster, das vor allem bei flach stehender Sonne viel natürliches Licht einfallen lässt - leider ohne UV-Strahlung.
Desweiteren wird der Raum von zwei 40 Watt Neonröhren (Zoo Med, Iguana light) und einem 300 Watt HQI-Strahler beleuchtet. Zusätzlich bieten wir unseren Tieren einen 100 Watt Rotlichtstrahler als lokale Wärmeinsel, die von allen auch gerne aufgesucht wird.
Wir beheizen unser Terrarium über die normale Zentralheizung. Durch ein Thermometer am Heizkörper ist es uns möglich 26° Celsius in ein Meter Höhe an bewölken Tagen zu erreichen.
In zwei Meter Höhe haben wir etwa 29° Celsius. Durch einfallendes Sonnenlicht wird der Raum zusätzlich sehr schnell aufgeheizt, sodass die Echsen dann die kühleren, unteren Äste bevorzugen.
Der Boden des Terrariums ist gefliest, um eine Reinigung zu erleichtern. Die Leguane koten zwar zumeist über eigens dafür aufgestellte Wasserwannen, aber die Trefferquote lässt doch zu wünschen übrig. Wobei es ja auch bei Menschen den ein oder anderen Problemzieler gibt.
Dicke Kletteräste, die deutlich breiter sind als die Leguane, ergänzen die Einrichtung. Wir wählten Holzarten, die über eine rauhe Rinde verfügen z.B. alte Birkenstämme oder Eiche.
Da eine hohe Luftfeuchtigkeit nötig ist, wurde der Raum mit speziellen Feuchtraumputz verputzt. Bisher traten keinerlei Problem mit Schimmel o.ä. auf.
Wir verfüttern viele Wildkräuter- und Laubarten, die von Frühling bis Spätherbst kostenlos zur Verfügung stehen. Besonders rohfaserreiche Futterpflanzen sind für eine gesunde Ernährung nötig.
Im Winter müssen wir zwangsläufig auf gekauften Salat (z.B. Endiven) und Gemüse zurückgreifen. Obst sollte nur selten und dann auch nur in geringen Mengen verfüttert werden!
Tierisches Futter haben wir niemals, auch nicht vor einer Eiablage verfüttert. In älteren Büchern wird dies häufig noch empfohlen, dies ist aber längst überholt.
Mäßig bemessene Vitamin- und Mineralstoffgaben runden die Ernährung ab. Trinkwasser steht jederzeit zur Verfügung, allerdings machen die Leguane selten davon gebrauch. Eine Ausnahme bilden trächtige Weibchen, die ausgiebig und regelmäßig trinken.
Diese Beschreibung ist bewusst sehr oberflächlich gehalten und eignet sich nichtum auf Dauer grüne Leguane artgerecht zu halten.
Sie soll lediglich zeigen, dass diese schönen Tiere enormen Aufwand benötigen, sowohl an Zeit, Platz und Geld (und Verständnis und Geduld der Ehefrau *g*).
Daher sollte eine Anschaffung gut überlegt sein. Spontane Käufe in irgendeiner Zoohandlung mit schlechter Beratung, landen zu oft im Tierheim oder anderen Auffangstationen. Meist wenn die Tiere für die Halter zu groß geworden sind bzw. bemerkt wird wie aufwendig die Haltung eigentlich ist.
Wer sich allerdings für die Haltung von Iguanas ernsthaft interessiert, findet schnell Exemplare, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr gehalten werden können und daher abgegeben wurden. Oft sogar kostenlos.
Tipps:
-
Immer auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten. Leider hatten wir nicht immer sorgsam darauf geachtet, was zwei Probleme nach sich zog. Zum einen blieb bei einem Tier ein kleiner Häutungsrest unentdeckt um die Schwanzspitze. Während des Wachstums schnürte das den letzten Zentimeter der Schwanzspitze ab, der daraufhin abstarb. Um das Absterben einzudämmen entfernte ein auf Reptilien spezialisierter Tierarzt ca. 20cm vom Schwanz. Der Leguan hat keine Probleme mehr, ist jetzt allerdings „nur“ 140cm lang.
Ob tatsächlich soviel vom Schwanz entfernt werden musste, kann ich nicht sagen.
Bei zu trockener Luft können ausserdem die Femoralporen verstopfen, was zu Einlagerungen in den Schenkeln führen kann.
Ausreichend Feuchtigkeit ist zur Gesunderhaltung der Leguane unbedingt nötig!
-
Weibliche Leguane mögen es nicht beim Tragen im Nacken genommen zu werden. Anscheinend verbinden sie damit den Paarungsbiss der Männchen und wollen sich dem unbedingt entziehen. Wesentlich leichter ist es, Weibchen bei ausreichender Körpergröße an den Schenkeln zu nehmen. Dies wird meist toleriert und ist gut geeignet Leguane kurzzeitig zu tragen ohne zerkratzt zu werden.
Wir beheizen unser Terrarium über die normale Zentralheizung. Durch ein Thermometer am Heizkörper ist es uns möglich 26° Celsius in ein Meter Höhe an bewölken Tagen zu erreichen.
Der Boden des Terrariums ist gefliest, um eine Reinigung zu erleichtern. Die Leguane koten zwar zumeist über eigens dafür aufgestellte Wasserwannen, aber die Trefferquote lässt doch zu wünschen übrig. Wobei es ja auch bei Menschen den ein oder anderen Problemzieler gibt.
Dicke Kletteräste, die deutlich breiter sind als die Leguane, ergänzen die Einrichtung. Wir wählten Holzarten, die über eine rauhe Rinde verfügen z.B. alte Birkenstämme oder Eiche.
Da eine hohe Luftfeuchtigkeit nötig ist, wurde der Raum mit speziellen Feuchtraumputz verputzt. Bisher traten keinerlei Problem mit Schimmel o.ä. auf.
Im Winter müssen wir zwangsläufig auf gekauften Salat (z.B. Endiven) und Gemüse zurückgreifen. Obst sollte nur selten und dann auch nur in geringen Mengen verfüttert werden!
Sie soll lediglich zeigen, dass diese schönen Tiere enormen Aufwand benötigen, sowohl an Zeit, Platz und Geld (und Verständnis und Geduld der Ehefrau *g*).
Daher sollte eine Anschaffung gut überlegt sein. Spontane Käufe in irgendeiner Zoohandlung mit schlechter Beratung, landen zu oft im Tierheim oder anderen Auffangstationen. Meist wenn die Tiere für die Halter zu groß geworden sind bzw. bemerkt wird wie aufwendig die Haltung eigentlich ist.
Wer sich allerdings für die Haltung von Iguanas ernsthaft interessiert, findet schnell Exemplare, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr gehalten werden können und daher abgegeben wurden. Oft sogar kostenlos.
Immer auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten. Leider hatten wir nicht immer sorgsam darauf geachtet, was zwei Probleme nach sich zog. Zum einen blieb bei einem Tier ein kleiner Häutungsrest unentdeckt um die Schwanzspitze. Während des Wachstums schnürte das den letzten Zentimeter der Schwanzspitze ab, der daraufhin abstarb. Um das Absterben einzudämmen entfernte ein auf Reptilien spezialisierter Tierarzt ca. 20cm vom Schwanz. Der Leguan hat keine Probleme mehr, ist jetzt allerdings „nur“ 140cm lang.
Ob tatsächlich soviel vom Schwanz entfernt werden musste, kann ich nicht sagen.
Bei zu trockener Luft können ausserdem die Femoralporen verstopfen, was zu Einlagerungen in den Schenkeln führen kann.
Ausreichend Feuchtigkeit ist zur Gesunderhaltung der Leguane unbedingt nötig!
Weibliche Leguane mögen es nicht beim Tragen im Nacken genommen zu werden. Anscheinend verbinden sie damit den Paarungsbiss der Männchen und wollen sich dem unbedingt entziehen. Wesentlich leichter ist es, Weibchen bei ausreichender Körpergröße an den Schenkeln zu nehmen. Dies wird meist toleriert und ist gut geeignet Leguane kurzzeitig zu tragen ohne zerkratzt zu werden.
Buchtipp:
„Der Grüne Leguan“ von Gunther Köhler. Herausgegeben vom HERPETON-Verlag.
